Blutbild zum Check-up, das ist Unsinn!

Autor: Birgit Maronde

Bei Check-up-Kandidaten sicherheitshalber noch ein Blutbild schreiben? Das ist unnötig, denn ein diagnostischer Zugewinn ist nur selten zu erwarten, sagt Privatdozent Dr. Norbert Meidenbauer aus Erlangen.

Ein Blutbild führt bei asymptomatischen Patienten höchstens in einem von 200 Fällen zu einer neuen Diagnose. Auch in der Literatur gibt es keine Daten, die für ein solches Blutbild-Screening sprechen, erklärte der Hämatologe von der Medizinischen Klinik 5 in Erlangen auf dem Internistenkongress. Dennoch sei der „Blutbild-Check“ in praxi etabliert – auch wenn z.B. im Rahmen des Check-up 35 von der GKV nicht erstattet wird. Fällt das Blutbild pathologisch aus, finden sich mikrozytäre Anämie, Thrombopenie und Leukozytose am häufigsten.

Drei wichtige Werte bei der Anämie

Um eine Anämie zu differenzieren, braucht man nur drei Werte. Zwei davon liefert das Blutbild, nämlich die Größe der...

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