Botulismus, Tetanus, Diphtherie: Vergessene Krankheiten durch Toxinbildner erkennen

Autor: Dr. Anja Braunwarth

Achtung, äußerst giftig! Der Toxinnachweis gelingt in Erbrochenem und im Stuhl. Achtung, äußerst giftig! Der Toxinnachweis gelingt in Erbrochenem und im Stuhl. © royaltystockphoto, Kateryna_Kon – stock.adobe.com; iStock/Mr Pickles

Was haben Botulismus, Tetanus und Diphtherie gemeinsam? Sie werden durch toxinbildende Bakterien ausgelöst, hinterlassen keine Immunität und sind selten. Zeit, sie mal wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Mit Botulinumtoxin verbindet man praktisch nur noch die therapeutische Anwendung. Doch das hochpotente Gift kann eben auch richtig giftig sein, erinnerte Professor Dr. Matthias Klein von der Neurologischen Klinik am Klinikum Großhadern in München. Mindestens sieben immunologisch verschiedene Toxintypen sind bekannt (Serotypen A–G), wobei Typ A für die meisten Botulismusfälle verantwortlich zeichnet. Gebildet wird es vom grampositiven obligat anaeroben sporenbildenden Stäbchenbakterium der Gattung Clostridium, am häufigsten von C. botulinum.

Wenn es zum Botulismus kommt, dann meist zum Nahrungsmittelbotulismus. 2019 wurden in Deutschland sieben Fälle gemeldet. Wund-, Inhalations-,...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an online@medical-tribune.de.