Braucht sie auf Dauer Steroide?

Frage von Dr. H. Ruck,
Facharzt
für Allgemeinmedizin,
Rheinstetten:

Bei meiner 37-jährigen Patientin wurde 1999 eine Kimura-Lymphadenopathie diagnostiziert. Seither wird die Patientin mit Kortison behandelt. Die Kortisondosis konnte bisher jedoch nicht unter 20xa0mg reduziert werden, ohne dass die Lymphknoten sofort wieder anschwollen. Inzwischen sind auch die axillären Lymphknoten deutlich tastbar. Zudem bestehen multiple Allergien. Eine Tochter der Patientin ist im Alter von drei Jahren an einem Kawasaki-Syndrom erkrankt. <br In den Lymphknoten meiner Patientin wurde eine Überexpression des EBV-AG gefunden. Spielt EBV hier eine pathogenetische Rolle? Gibt es therapeutische Alternativen zu Kortison? Eine Steroid-Dauertherapie erscheint mir für die junge Frau nicht praktikabel?

Anmerkung der Redaktion: Unserem Konsiliarius lagen Befunde der Patientin zur Einsicht vor.

Antwort von Privatdozent Dr. Peter Worst,
III. Medizinische Klinik,
Universitätsklinikum
Mannheim:

Bei der Kimura-Lymphadenopathie handelt es sich um eine reaktive Lymphadenopathie, an der meist jüngere Männer überwiegend im ostasiatischen Raum erkranken, sporadische Fälle werden aber auch aus den USA und Europa berichtet. Befallen werden vornehmlich die Lymphknoten im Kopf-Hals-Bereich, die Speicheldrüsen und/oder die darüber liegenden Hautregionen. Gelegentlich sind aber auch nicht lymphatische Organe betroffen. Typisch sind darüber hinaus eine periphere Eosinophilie sowie erhöhte IgE-Serumspiegel. Ätiologie und Pathogenese der Erkrankung sind unklar, diskutiert wird unter anderem eine...

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