Brustkrebsprophylaxe sinnvoll?

Autor: Alfred Lienhard

Das Konzept der medikamentösen Brustkrebsprävention ist attraktiv. Eindrücklich verringert Tamoxifen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um 32 %. Die Gesamtsterblichkeit jedoch war unter dem Antiöstrogen signifikant erhöht. Von daher ist fraglich, ob die Nutzen-Schaden-Abwägung einen breiten prophylaktischen Einsatz des Antiöstrogens zulässt.

In die größtenteils in Großbritannien, Australien und Neuseeland durchgeführte randomisierte, plazebokontrollierte Doppelblindstudie IBIS-I (International Breast Cancer Intervention Study I) wurden 7152 Frauen im Alter von 35 bis 70 Jahren mit erhöhtem Brustkrebsrisiko einbezogen. 97 % berichteten über eine belastete Familienanamnese, 8 % hatten benigne, mit einem erhöhten Krebsrisiko verbundene Mammaveränderungen. 49 % der Frauen waren in der Postmenopause, und 41 % führten vor Studienbeginn eine Hormonersatztherapie durch.

Randomisiert wurden 7139 Frauen, die über einen Zeitraum von fünf Jahren entweder täglich 20 mg Tamoxifen oder Plazebo erhalten. Zum Zeitpunkt der vorliegenden Analyse...

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