CUP-Syndrom: „Liquid Biopsy“ hilfreich bei Suche nach Therapie

Autor: Josef Gulden

Die Analyse zirkulierender Tumor-DNA kann auch beim CUP-Syndrom ausgesprochen hilfreich sein. © fotolia/motorolka

Traditionell wird ein CUP-Syndrom meist mit platinbasierten Chemotherapien behandelt – mit mäßigen Resultaten. Die Tatsache, dass in der Onkologie personalisierte Therapiekonzepte, die auf spezifischen molekularen Veränderungen basieren, immer erfolgreicher sind, inspirierte US-Kollegen, die Möglichkeiten eines solchen Ansatzes auch bei Patienten mit CUP-Syndrom zu eruieren.

Aus Blutproben von insgesamt 442 Patienten mit CUP wurde zirkulierende Tumor-DNA extrahiert. Mittels Next-Generation-Sequencing (NGS) analysierten die Wissenschaftler rund um Dr. Shumei Kato vom UC San Diego Moores Cancer Center, La Jolla, zwischen 54 und 70 Gene pro Probe. Bei etwa 80 % aller Patienten fanden sich Veränderungen in der Tumor-DNA, bei ungefähr zwei Drittel (290 von 442 Patienten) war darunter mindestens eine charakteristische, onkologisch bedeutsame Veränderung. Von diesen 290 Patienten konnte 255 (87,9 %) ein distinktes genomisches Profil zugeordnet werden und 289 (99,7 %) wiesen Mutationen auf, die als Zielstrukturen von bereits heute verfügbaren oder in der klinischen...

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