Das Thema Männer-Brustkrebs wird sträflich vernachlässigt

Autor: Michael Brendler

Selten, aber möglich: ein Mann, der Brustkrebs hat. © fotolia/Gorodenkoff

Einen Mann zur Mammographie schicken? Ungewöhnlich zwar, aber sehr wohl möglich. Gerade weil das typische Frauenleiden beim Mann so selten vorkommt, ist der „männliche“ Brustkrebs diagnostisch und therapeutisch eine echte Herausforderung.

Man muss sich nicht wundern, dass Tumoren der männlichen Brust so wenig Aufmerksamkeit bekommen: Nur etwa 1 % aller Brustkrebskranken sind Männer. Ein Promille beträgt ihr Lebenszeitrisiko, das von Frauen liegt 125-mal so hoch. Das hat Folgen: Es mangelt mächtig an Wissen zum Brustkrebs beim Mann, sagt Dr. Sharon H. Giordano vom M.D. Anderson Cancer Center der Universität Texas.

Klinische Studien zum Thema würden das starke Geschlecht für gewöhnlich ausschließen, gesonderte Untersuchungen dazu gebe es nur wenige, kritisiert die Expertin. „Die meisten Daten stammen von kleinen Patienten-Kohorten. Die Behandlungsempfehlungen stammen aus Studien, die ausschließlich Frauen einschlossen.“

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