Demente Patienten vom OP ins Delir verlegt

Autor: Dr. Michael Brendler

Durchgangssyndrom: kognitive Dysfunktion ist wichtigstes Warnzeichen. © fotolia/Ocskay Mark

Zwischen 11 und 46 % aller herzchirurgischen Patienten erleiden ein Durchgangssyndrom, was erhebliche Spätfolgen nach sich ziehen kann. Ein Team der Universität Lübeck hat nun präoperative Risikofaktoren identifiziert.

Erhöhte Sechs-Monats-Mortalität, beschleunigter geistiger Abbau, Verlust an Selbstständigkeit – es sind vor allem die Langzeitfolgen, die ein Delir so gefährlich machen. Die genauen Ursachen des hirnorganischen Syndroms sind zwar weiterhin unbekannt, umso wichtiger erschien es Christian Gernhardt von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Lübeck und seinen Kollegen, mehr Klarheit über die Risikofaktoren zu gewinnen. Die Forscher untersuchten 241 Patienten vor und nach kardiochirurgischen Eingriffen, bei knapp der Hälfte (43,6 %) handelte es sich um Bypassoperationen.

Innerhalb der ersten fünf post­operativen Tage erlitten 12,9 % der Patienten ein Delir, 70 %...

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