Demenzkranke einfach ruhiggestellt

Autor: Dr. Dorothea Ranft, Foto: thinkstock

Bei der Demenztherapie liegt vieles im Argen: Nur rund ein Zehntel der Betroffenen erhält Medikamente, die den geistigen Abbau aufhalten. Stattdessen werden häufig Psychopharmaka verordnet.

Wie es um die Versorgung Demenzkranker bestellt ist, untersuchte Professor Dr. Johannes Schröder von der Universitätsklinik Heidelberg in zwei Stichprobenstudien mit je über 300 Pflegeheimbewohnern. Wie sich zeigte, haperte es besonders bei der gerontopsychiatrischen Betreuung.


2012 wurden nur 14,6 % der Patienten mit Antidementiva versorgt, aber 39,9 % erhielten Neuroleptika. Diese sind zwar z.B. bei akuten Erregungszuständen unverzichtbar, so Professor Dr. Hans Förstl von der TU München. Sie werden aber wohl v. a. wegen Personalmangels verordnet, kritierte Professor Dr. Ralf Ihl von der Klinik für Gerontopsychia­trie und -psychotherapie am Alexianerkrankenhaus in Krefeld.

Geistesleistung...

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