Medizin und Markt Autor: Marianne E. Tippmann

Leitlinien empfehlen Konzept aus Akut- und Erhaltungstherapie. © fotolia/spass

Was für Krankheiten wie Diabetes mellitus oder auch Bluthochdruck selbstverständlich ist, scheint bei depressiven Störungen eher nicht im Fokus ärztlichen Handelns zu stehen: die regelkonforme (Weiter-)Behandlung in den Sommermonaten. Steigen die Temperaturen, werden Antidepressiva oft nur zögerlich ein- oder sogar ganz abgesetzt. Wie erklärt sich dieses „saisonale Phänomen“?

Depressive Störungen werden überwiegend mit der dunklen Jahreszeit in Verbindung gebracht. Weniger bekannt scheint, dass sie auch im Sommer eine Rolle spielen, sei es als akute Neuentwicklung oder noch andauernde Episode mit unzureichender Stabilisierung des Patienten. Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für eine Depression, trifft er doch mit einem Phänomen zusammen, das bei keiner anderen längerfristig zu behandelnden Erkrankung feststellbar ist: Im Sommer werden Antidepressiva deutlich zurückhaltender eingesetzt. Experten sehen dies als kritisches Verordnungsverhalten, das längst der Vergangenheit angehören sollte.

Vollremission nur ein erster Schritt

Weil unzureichend therapierte...

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