Der Antibiotika-Einsatz lässt sich halbieren

Autor: UNo

Atemwegsinfekte sind der häufigste Anlass, um Antibiotika zu verschreiben - wiewohl oft gar nicht notwendig. Das kostet zum einen viel Geld, und zum anderen wachsen bevölkerungsweit die Resistenzprobleme mit den konsumierten Tonnen der verwendeten Substanzen. Prof. Dr. Michael Tamm, Universität Basel, stellte am ECCMID eine Methode vor, mit deren Hilfe bakterielle und virale Infekte gut voneinander abgegrenzt werden können. Das erlaubt bei jedem zweiten Patienten den Verzicht auf Antibiotika, ohne den Behandlungserfolg zu schmälern.

Ein klarer Laborwert ist dem Arzt allemal lieber als die Beurteilung der mehr ins grünliche, gelbliche oder weissliche changierenden Sputumfarbe und besser als die verzwickte Errechnung von Scores.

Procalcitonin, der Vorläufer des Calcitonins, scheint ein guter Marker für die Unterscheidung "bakteriell - viral" zu sein. An einem Satellitensymposium von Pfizer stellte Professor Tamm eine unter seiner Mitarbeit entstandene und im Lancet publizierte Studie vor, die Procalcitonin als Entscheidungskriterium für oder gegen Antibiotika bei verschiedenen Atemwegsinfekten (ambulant erworbene Pneumonie/akute Exazerbation einer COPD/akute Bronchitis/akute Asthmaverschlechterung u.a.) geprüft hatte.

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