Digoxin: Herzglykoside können bereits in therapeutischen Dosen zu Vergiftungen führen

Autor: Dr. Alexandra Bischoff

Aus den Blättern des Wolligen Fingerhuts gewonnen, regt Digoxin die Kontraktion des Herzmuskels an. © wikimedia/Haplochromis

Wenn bei einem Herzpatienten unter Digoxin-Therapie Müdigkeit, Schwindel und Bradykardie auftreten, sollten die Alarmglocken läuten. Schweizer Kollegen erläutern, welche Medikamente das Risiko einer Intoxikation erhöhen und was Sie in einem solchen Fall therapeutisch tun können.

Aufgrund allgemeiner Schwäche, orthostatischen Schwindels und Sehstörungen wurde eine 78-jährige Patientin notfall­mäßig ins Universitätsspital Zürich eingeliefert. Bereits seit längerer Zeit nahm die ältere Dame aufgrund einer hypertensiven Herzkrankheit mit persistierendem Vorhofflimmern Digoxin (0,25 mg/d) ein. Im EKG zeigte sich ein bradykardes Vorhofflimmern mit muldenförmiger ST-Streckensenkung.

Antikörperfragmente als Gegenmittel

Außerdem bestand ein akutes Nierenversagen (Kreatinin 283 mmol/l) bei chronisch eingeschränkter renaler Funktion. Labordiagnostisch fanden die Kollegen zudem eine Hyperkaliämie (7,1 mmol/l) sowie einen deutlich erhöhten Digitalisspiegel (6,0 nmol/l). ...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.