Epilepsie: Ein Risiko für Hirntumoren?

Autor: Josef Gulden, Foto: thinkstock

Bis zu 90 % aller Patienten mit Hirntumoren erleiden epileptische Anfälle. Umgekehrt werden bei Patienten mit Epilepsie erheblich häufiger primäre Hirntumoren diagnostiziert als in der Normalbevölkerung. Das Ausmaß des Risikos ist jedoch nicht sehr gut definiert, ebenso wenig die zeitliche Korrelation.

Um etwas mehr Licht in den Zusammenhang zwischen Epilepsie und Hirntumoren zu bringen, wurden retrospektiv zwei große Kohorten von Patienten mit Epilepsie analysiert:


Die erste Kohorte aus der Oxford Record Linkage Study, Dr. Tasneem Khan und Kollegen, enthielt 11 904 Patienten aus Südengland, bei denen zwischen 1963 und 1998 eine Epilepsie diagnostiziert worden war, ohne dass bei diesen Patienten zunächst ein Hirntumor bekannt gewesen wäre.


Aus jüngerer Zeit stammen die Daten der English national linked Hospital Episode Statistics, einer Datenbank, in die zwischen 1999 und 2005 landesweit neu aufgetretene Epilepsien bei 100 637 Patienten registriert worden waren. Die Struktur dieser...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.