Erhöhte Emboliegefahr bei INR < 2

Autor: CG

Wer sich nicht strikt an die gängigen Antikoagulationsregeln vor Kardioversion hält, gefährdet Patienten mit Vorhofflimmern. Obwohl vor der elektrischen Kardioversion eine therapeutische Antikoagulation über drei Wochen gefordert wird, weisen viele der Rhythmisierungskandidaten subtherapeutische INR-Werte unter 2 auf, kritisierten Dr. Gianni Corrado und Kollegen vom Hospital Valduce, Como, beim ESC-Kongress.

In einer Untersuchung hatten die Kollegen bei rund 30 Patienten mit persistierendem Vorhofflimmern, die zur Kardioversion vorgesehen waren, wegen zu niedriger INR-Werte eine transösophageale Echokardiographie vorgenommen. Patienten, bei denen sich ein Vorhofthrombus fand (14 %), wiesen mit im Mittel 1,45 deutlich niedrigere INR-Werte auf als Leidensgenossen ohne solche "Embolie-Zeitbombe". Die italienischen Forscher appellieren an ihre Kollegen, die Antikoagulationsregeln vor Kardioversion strikt einzuhalten, um Patienten nicht unnötig durch Embolien zu gefährden. Bei niedrigen INR-Werten raten sie, vor der Rhythmisierung eine transösophageale Echokardiographie vorzunehmen.

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