Erhöhte Missbildungsrate: Besser keine Makrolide für Schwangere

Autor: Dr. Barbara Kreutzkamp

Als Ursache für die Fehlbildungen vermutet man makrolidinduzierte fetale Arrhythmien. Als Ursache für die Fehlbildungen vermutet man makrolidinduzierte fetale Arrhythmien. © iStock/Srisakorn

Makrolid-Antibiotika sollten Schwangeren am besten gar nicht verordnet werden. Neben dem bereits bekannten leicht gesteigerten Risiko für Fehlgeburten erhöhen Erythromycin & Co. auch die Raten von Missbildungen z.B. des kardiovaskulären Systems.

Makrolide sind in der Schwangerschaft nicht kontraindiziert. Dennoch warnt beispielsweise Schweden seit 2005 vor einem Einsatz von Makroliden im ersten Trimester aufgrund von Berichten über mögliche Herzfehlbildungen bei den Neugeborenen. Eine große bevölkerungsbasierte Studie aus Großbritannien zeigt nun ähnliche Zusammenhänge.

Gabe im ersten Trimenon ist besonders kritisch

Ausgewertet hatten Wissenschaftler eine Kohorte von 104 605 zwischen 1990 und 2016 geborenen Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft eine Verordnung über ein Penicillin oder Makrolid (Erythromycin, Clarithromycin bzw. Azithromycin) erhalten hatten – insgesamt 31 % – und verglichen das Auftreten von...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an online@medical-tribune.de.