Essen von 10 bis 18 Uhr reduziert das Gewicht

Autor: Dr. Barbara Kreutzkamp

Essen nach 18 Uhr ist bei dieser Diät nicht erlaubt. © iStock.com/Tatomm

Essen von 10 bis 18 Uhr und den Rest des Tages nur noch Wasser und Tee – das kann sich für adipöse Patienten durchaus lohnen.

Intermittierendes Fasten gewinnt immer mehr Anhänger und scheint tatsächlich zu funktionieren. Am stärksten verbreitet sind Schemata mit zwei Fastentagen pro Woche (5:2-Diät) und das Fasten an jedem zweiten Tag. Damit sinkt das Gewicht, zudem bessern sich Blutdruck, Lipidwerte und Insulinresistenz.

Auch mit der zeitlich begrenzten Nahrungszufuhr lassen sich gewisse Erfolge erzielen, so das Ergebnis einer US-amerikanischen Pilotstudie. Einbezogen waren 23 Personen mit einem BMI zwischen 30 und 45 kg/m2, die über zwölf Wochen von 10–18 Uhr ad libitum essen durften.

In den essensfreien Zeiten sollten die Teilnehmer reichlich Wasser trinken, daneben waren lediglich kalorienfreie Getränke wie Tee oder schwarzer Kaffee erlaubt. Nach zwölf Wochen war die Ener­giezufuhr im Vergleich zu einer historischen Kontrollgruppe ohne Intervention um durchschnittlich 341 kcal zurückgegangen.

Der diastolische Blutdruck änderte sich dadurch nicht. Lipidwerte, Nüchternglukose, Gesamtfettmasse und viszerales Fett blieben unter der zeitlich limitierten Nahrungszufuhr ebenfalls konstant.

Systolischer Blutdruck fiel um 7 mmHg

Dagegen sank das Körpergewicht im Schnitt um 2,6 % und der sy­s­to­lische Blutdruck reduzierte sich um 7 mmHg. Die Autoren stufen dieses Ergebnis angesichts des starken Übergewichts ihrer Probanden als Erfolg ein und verweisen auf die hohe Adhärenzrate von sechs Tagen pro Woche. Verschwiegen werden sollte allerdings nicht, dass 26 % der Teilnehmer die Studie vorzeitig abbrachen.

Quelle: Gabel K et al. Nutr Healthy Aging 2018; 4: 345-353