Forscher bleiben hartnäckig

Warum überhaupt neue Medikamente gegen gastroösophagealen Reflux entwickeln, wenn die Wirksamkeit der Protonenpumpenblocker bei dieser Indikation recht zufriedenstellend ist? Weil sie nur symptomatisch wirken. Das kitzelt den Forschungsdrang von Professor Jean Paul Galmiche und etlichen Kollegen weltweit, nach anderen Strategien zu suchen. Fündig wurden sie beim keineswegs neuen Baclofen. Der Weisheit letzter Schluss ist dieser GABAB-Agonist allerdings noch nicht gerade.

Beim gastroösophagealen Reflux steht das wiederholte transiente Erschlaffen des unteren Össophagussphinkters pathophysiologisch noch weit vor der Säuresekretion im Magen. Deshalb wollen Gastroenterologen diesen Pathomechanismus der Relaxation direkt angehen. Dafür bietet sich unter anderem die Aktivierung von GABA-Rezeptoren an, weil sie die Neurotransmitterfreisetzung in Vaguskernen blockieren. Dass Baclofen hierzu etwas beisteuern kann, ging bereits aus Tiermodellen hervor. Die Substanz wirkt offensichtlich nicht nur zentral, sondern auch bei der Steuerung der Sphinkterregulation mit.

An gesunden Probanden getestet liess sich tatsächlich durch einmalige Gabe von 40 mg Baclofen die...

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