Freie Bahn für den therapeutischen Egel

Autor: Dagmar Dietrich

Seit Jahren importiert und vertreibt ein gelernter Allgemeinarzt und ehemaliger Hochschullehrer aus dem oberfränkischen Landkreis Lichtenfels Wildblutegel für therapeutische Zwecke bzw. als Anglerbedarf. Die Regierung von Oberbayern wollte diesen „Arzneimittel­einfuhren“ einen Stein in den Weg legen – doch sie unterlag vor dem Verwaltungsgericht.

Die Behörde hatte dem Kläger, der die Tierchen unter anderem aus der Türkei einführt, dazu verpflichten wollen, die Wildegelgewinnung bereits im Ausland strenger zu kon-trollieren. Ein Blutegel sei schon vor der Einfuhr in die Bundesrepublik ein Arzneimittel und müsse genauso behandelt werden wie andere medizinische Importprodukte aus Nicht-EU-Ländern. Gefordert wurden außerdem eine spezielle Einfuhrerlaubnis und Einfuhrzertifikate.

Der pensionierte Professor weigerte sich vor dem Bayreuther Gericht gegen die beabsichtigten Auflagen: Die finanziellen Mehrbelastungen würden ihn zur Geschäftsaufgabe zwingen, außerdem brächten die Maßnahmen keinerlei Vorteile für die Patienten. Schon heute habe...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.