Frühe Magnesiuminfusion bei Herzinfarkt ist für die Katz

Autor: UNo

Es wäre zu schön gewesen: Ein preiswertes, nicht toxisches und überall verfügbares Medikament könnte das Outcome nach einem Herzinfarkt verbessern. Acht tierexperimentelle Studien und 13 kontrollierte Studien am Menschen hatten darauf hin gedeutet, dass eine Magnesiuminfusion die Mortalität verbessert. Die Magnesium in Coronaries-(MAGIC)-Studie ging dieser Frage exakt nach und hinterliess Forscher mit langen Gesichtern.

Dass bereits eine 58 000-Probanden-Studie, die ISIS-2-Studie, keine positive Wirkung des Magnesiums bei akutem Myokardinfarkt erbracht hatte, schreckte die Wissenschaftler nicht ab, der Sache doch noch genauer auf den Grund zu gehen. Ein Einwand bei der ISIS-Studie lautete, dass das Magnesium möglicherweise zu spät eingesetzt wurde. Deshalb sollte in der MAGIC-Studie der frühe Einsatz von Magnesium getestet werden (2 g MgSO4 als Bolus über 15 Minuten plus 17 g über 24 Stunden). Im Mittel erhielten die knapp 3000 Infarktpatienten das Mineral 3,8 Stunden nach Beschwerdebeginn (Vergleichsgruppe: ebenfalls knapp 3000 Probanden).

Auf die Mortalität hatte die Magnesiumgabe keinerlei Einfluss....

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.