Gadoliniumhaltige Kontrastmittel bald passé?

Autor: Dr. Anne Benckendorff

Arzneimittelbehörde fordert EU-weite Pause für die Zulassung von vier Substanzen. © fotolia/lpotthoff

Spätestens seit dem Medienrummel im letzten Jahr weiß jeder: Das MR-Kontrastmittel Gadolinium kann sich im Gehirn ablagern. Auch wenn die klinische Relevanz dieser Erkenntnis nach wie vor unklar ist, so hat sie zu einer Neubewertung des Sicherheitsprofils auf europäischer Ebene geführt.

Gadolinium (Gd) ist ein paramagnetisches chemisches Element. Gd-haltige Kontrastmittel führen bei MRT-Untersuchungen zu einer Verstärkung des Kontrasts in den Geweben. Freie Gd-Ionen sind toxisch und werden deshalb an lineare oder zyklische Trägersubstanzen gebunden. Allerdings scheint die Verbindung insbesondere zwischen Gadolinium und den linearen Trägersubstanzen nicht so stabil zu sein, wie bisher angenommen.

Denn vor allem für diese wurde über Ablagerungen von Gadolinium in verschiedenen Geweben, z.B. in der Haut und auch im Gehirn berichtet. Bislang ist nicht klar, ob und welche Symptome oder Erkrankungen mit den Ablagerungen im Gehirn in Verbindung stehen könnten.

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