Gallensäureverlust-Syndrom als Ursache für Diarrhö unterschätzt

Autor: Dr. Angelika Bischoff

Bei unklaren abdominellen Beschwerden nicht voreilig die Schublade „Reizdarm“ aufmachen. © Fotolia/catsnfrogs

Ein Überschuss von Gallensäuren im Dickdarm führt zu einer Hypersekretion, also zur Diarrhö. Bei vielen Patienten wird die Diagnose erst nach Jahren gestellt. Dabei gibt es eine wirksame Therapie, die Betroffenen viel Leid ersparen kann.

Der gallensäurebedingte Durchfall kann sekundär entstehen, wenn die Wiederaufnahme im Ileum z.B. aufgrund einer entzündlichen Darmerkrankung gestört ist. Es gibt aber auch eine primäre Genese durch eine gesteigerte Synthese von Gallensäuren bei intaktem Darm. Diese Patienten werden häufig fälschlich in die „Schublade“ Reizdarmsyndrom eingeordnet, schreiben Dr. Ayman Bannaga von der Abteilung für Gastroenterologie des Universitätsklinikums Coventry und Warwickshire und Kollegen. Schließlich sammeln sich auch im Gefolge einer Cholezystektomie oder bei anderen gastrointestinalen Erkrankungen wie chronischer Pankreatitis zu viele Gallensäuren im Darm.

Fäkale Konzentration an Gallensäuren...

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