Genitalherpes trotzt hoch dosierten Virustatika

Autor: Dr. Anja Braunwarth, Foto: CDC #281

Etwa jeder Fünfte trägt als Dauergast Herpesviren in seiner Genitalschleimhaut. Und die werden subklinisch viel häufiger reaktiviert als früher gedacht. Daran ändern auch hoch dosierte Viru­statika nichts.

Eine virustatische Therapie mit Aciclovir oder Valaciclovir kann die Symptomatik einer Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus 2 (HSV-2) effektiv lindern. Aber die sexuelle Übertragung lässt sich damit nur unzureichend verhindern.

HSV-2 - Dem Genitalherpes auf der Spur

So reduziert die tägliche Einahme von Valaciclovir das Transmissionsrisiko nur um 48 %. Und die Reaktivierungsphasen des HSV-2 sind wohl dreimal so häufig wie gedacht, schreiben amerikanische Kollegen im „Lancet“1. Etwa die Hälfte dieser – subklinischen – Episoden dauert weniger als zwölf Stunden an, dann gewinnt das Immunsystem wieder die Oberhand.


Die Forscher haben nun in drei Studienphasen (jeweils über vier bis sieben...

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