Heparin oder Kumarine wählen?

Frage von Dr. Dietrich Prasse,
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Strausberg:

Meine 79-jährige adipöse, gehfähige Patientin hat eine leichte Hypertonie und eine chronisch venöse Insuffizienz. Infolge einer tiefen Venenthrombose des Unterschenkels erlitt sie eine Lungenembolie. Wie lauten die Therapieempfehlungen für die Praxis? Teures niedermolekulares Heparin s.c. oder preisgünstigere orale Antikoagulation?

Antwort von Professor Dr. B.-D. Gonska,
Innere Abteilung III,
St. Marienkrankenhaus,
Karlsruhe:

In dem vorgestellten Fall kann nach den existierenden Richtlinien verfahren und eine Antikoagulation mit Dicumarolen mit einem anzustrebenden INR von 2 bis 3 für ein halbes Jahr empfohlen werden. Bei Kontraindikation für die Antikoagulation mit Dicumarolen ist die Applikation von Heparinen möglich. Hier bietet sich die Therapie mit niedermolekularen Heparinen an. Da eine Lungenembolie stattgefunden hat, wäre eine Prophylaxe mit 1 x 5000 E s.c./Tag NMH sinnvoll.

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