Hilft jetzt die Serologie weiter?

Frage von Dr. W. Kröger, Facharzt für Allgemeinmedizin, Cuxhaven:
Ich betreue eine 23jährige Patientin mit positiver Chlamydien-Serologie. Seit August ´97, damals war die Patientin noch Trägerin eines Intrauterin- Pessars, klagt sie über Bauchschmerzen bis hin zu Bauchkrämpfen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Glieder- und Kopfschmerzen sowie über ein allgemeines Schwächegefühl. Unter Mitbehandlung eines Gynäkologen wurde die Patientin mit Doxycyclin, Erythromycin und Klacid® behandelt. Nach jeder Therapie fühlte sie sich zunächst beschwerdefrei, dann traten fast die gleichen Symptome wieder auf. Die Patientin war früher eine begeisterte Sportlerin und überhaupt sehr leistungsfähig. Jetzt fällt es ihr zunehmend schwerer, den Anforderungen am Arbeitsplatz gerecht zu werden. Wie kann meiner Patientin geholfen werden?

Antwort von Professor Dr. Ernst Rainer Weissenbacher, Frauenklinik und Poliklinik im Klinikum Großhadern Universität München:
Eine Chlamydien-Serologie kann lediglich Auskunft über einen vorausgegangenen Kontakt mit den Erregern geben. Sie sagt hingegen nichts über die aktuelle Immunsituation der Patientin aus. Auch zur Verlaufskontrolle ist diese Bestimmung nicht geeignet. Sinnvoll ist die Durchführung einer Ligase-Kettenreaktion (LCR) oder Polymerase-Kettenreaktion (PCR) auf Chlamydien aus der Zervix, Urethra und ggf. intraoperativ. Sollte die Patientin auch unter Unterbauchschmerzen leiden, wie im vorliegenden Fall beschrieben, so halte ich eine laparoskopische Abklärung für indiziert....

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