Hunde schützen vor Schizophrenie, Katzen nicht

Autor: Dr. Anja Braunwarth

Der beste Freund des Menschen schützt vor Schizophrenie. © iStock/RichVintage

Kinder, die mit Hunden aufwachsen, erfreuen sich später besserer seelischer Gesundheit. Zumindest, was eine mögliche Schizophrenie angeht.

Leben Kinder die ersten zwölf Jahre ihres Lebens in einem Haushalt mit Hund, sinkt ihr Risiko für eine spätere Schizophrenie um ein Viertel. Das haben US-Forscher anhand einer Studie mit 396 Patienten mit Schizophrenie, 381 mit bipolarer Störung und 594 Kontrollpersonen gezeigt.

Am stärksten war der Effekt, wenn der Vierbeiner schon zum Zeitpunkt der Geburt im Haus war oder während der ersten drei Lebensjahre der Kinder einzog. Dann reduzierte sich die Gefahr für die Psychose gar um 50 %. Zu bipolaren Störungen fand sich ein solcher Zusammenhang nicht und Katzen konnten vor keiner der beiden Erkrankungen schützen. Woher die protektive Wirkung rührt, lässt sich nicht genau sagen. Die Wissenschaftler vermuten am ehesten immunologische Modulationen analog zur Hygienehypothese in puncto Allergien.

Quelle: Yolken R et al. PLoS One 2019; 14: e0225320; DOI: 10.1371/journal.pone.0225320