Hypoaktives Delir: Akuter Handlungsbedarf bei Schläfrigkeit und Apathie wird oft verkannt

Autor: Dr. Angela Speth

Die Betroffenen leiden unter starken Emotionen wie Furcht, haben Albträume und sind verwirrt. © fotolia/StockPhotoPro

Irresein – recht plakativ beschreibt das lateinische Wort Delirium den Zustand der Patienten. Dabei sind Betroffene im hypoaktiven Delir auf den ersten Blick gar nicht so „irre“, was die Diagnose erschwert. Insgesamt kommt die Variante häufiger vor als ihr hyperaktives Pendant. Und hat eine schlechtere Prognose.

Charakteristisch für alle Subtypen des Delirs ist die Störung von Aufmerksamkeit und Bewusstsein, ebenso von Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Orientierung und Sprache. Die Dysfunktion beginnt akut binnen Stunden bis Tagen und schwankt über den Tag in ihrer Stärke, schreiben Dr. Chris­tian Hosker vom Becklin Center in Leeds und Dr. David Ward vom Hinchingbrooke Hospital in Huntingdon. Zudem lässt sich der Zustand nicht auf andere neurologische Störungen zurückführen und manifestiert sich entweder als Reaktion auf eine Grunderkrankung, Toxinexposition, Substanzüberdosierung bzw. nach Absetzen oder aufgrund multipler Ursachen.

Rund die Hälfte der Patienten im Delir zeigt die hypoaktive Form. Sie ...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.