Jeder 100. Deutsche leidet am von-Willebrand-Syndrom

Autor: Manuela Arand

Im Kindergarten ist es zum ersten Mal passiert: Plötzlich, ohne jeden erkennbaren Anlass, schoss dem damals fünfjährigen Tim minutenlang Blut aus der Nase. Die Ursache des immer wiederkehrenden Nasenblutens fanden die Ärzte aber erst drei Jahre später – sie heißt von-Willebrand-Syndrom.

 

Hinter diesem Namen verbirgt sich die bei uns häufigste Störung der Blutgerinnung, die anders als die Hämophilie Frauen und Männer gleichermaßen trifft. Die Kranken bilden zu wenig oder gar keinen von-Willebrand-Faktor, einen wichtigen Mitwirkenden bei der Blutstillung (siehe Kasten). Einer von 100 Bundesbürgern trägt die genetische Veranlagung in sich, schätzen Experten wie Dr. Günter Auerswald vom Klinikum Bremen-Mitte. Die meisten ahnen nichts davon, und viele werden es wohl auch nie erfahren. Denn zum Glück verursacht das von-Willebrand-Syndrom (kurz vWS) in den meisten Fällen so leichte Symptome, dass der Betroffene lange nicht merkt, dass mit ihm etwas nicht stimmt.

So ging es auch...

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