KBV fürchtet Ketten und Konzerne – und startet selbst eine Aktiengesellschaft

Autor: Anouschka Wasner/Cornelia Kolbeck

Ärztevertreter fürchten die Verdrängung freier Praxen durch die Gesundheitsindustrie. Deswegen soll als Gegenspieler zu Klinikketten eine Aktiengesellschaft unter KBV-Einfluss „Ärztliche Versorgungszentren“ gründen.

„Der gewinnorientierten Macht der Privatwirtschaft ein Gegengewicht entgegenzusetzen“ lautete die Richtungsvorgabe im KBV-Organ Klartext. Und KBV-Chef Dr. Andreas Köhler drängte zur Eile: „Wichtig ist, dass jetzt Träger in den Markt eintreten, die den Vertragsärzten verbunden sind. Sonst ist der Markt in ein paar Jahren verteilt.“ Mit dem 1. Juli 2010 ist ein entscheidender Schritt getan: Die Patiomed AG („Patienten orientierte Medizin“) unter der Ägide der KBV und der Apobank nimmt ihre Arbeit auf.

„Wir wollen einer zunehmenden Fremdbestimmung der ärztlichen Tätigkeit in MVZ-Strukturen, deren Träger sich an Renditezielen orientieren, etwas entgegensetzen“, erklärte KBV-Vize Dr. Carl-Heinz...

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