Keine HRT beim Ovarial-Ca?

Frage von Dr. Stefan Fiedler
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
Aachen:

Eine 32-jährige Patientin wurde im August letzten Jahres wegen eines metastasierten Ovarialkarzinoms operiert. Auf Grund multipler intraabdomineller Metastasen erfolgte eine Sigmarektumresektion, Dünndarmsegmentresektion, Blasendachresektion, Omentumresektion, Lymphknotendissektion, Hysterektomie mit Adnexektomie beidseits sowie eine Blasenteilresektion. Der Patientin wurde von einer Hormonersatztherapie abgeraten - für mich unverständlich. Wie beurteilen das Hormonexperten?

Antwort von Prof. Dr. Meinert Breckwoldt
Universitäts-Frauenklinik
Freiburg:

Das metastasierende Ovarialkarzinom stellt keine Kontraindikation zur Substitution mit Sexualhormonen dar. Auch wenn man im Ovarialkarzinom-Gewebe Östrogen- und Progesteronrezeptoren nachgewiesen hat, so gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass Sexualhormone die Proliferation eines Ovarialkarzinoms in irgend einer Weise fördern könnten.

Prognose und Verlauf des Ovarialkarzinoms werden durch die Substitution mit Östrogenen und Gestagenen nicht beeinflusst. Gerade bei einer 32-jährigen Patientin ist die Substitution mit Sexualhormonen geradezu indiziert. Da bei der Patientin auch gleichzeitig eine Hysterektomie...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.