Knubbelpenis statt Riesenglied

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Folge dubioser Wachstumsspritzen zeigte sich erst nach 18 Jahren. © fotolia/vchalup

Schon seit Monaten quält sich ein 56-jähriger Patient mit wachsenden Knoten, Ulzera und Schmerzen am Penis herum. Grund dafür ist offenbar eine vor Jahren durchgeführte Maßnahme zur Vergrößerung der Manneszier.

Dem konsultierten Dermatologen fallen bei der Inspektion des Penis fünf Knoten auf – mit bis zu 1 cm Größe, derbem Rand und zentraler Ulzeration. Der gesamte Schaft erscheint ödematös geschwollen. Auf Nachfragen räumt der Patient ein, er habe sich vor 18 Jahren in Thailand eine Injektionstherapie zur Penis­augmentation unterzogen – Material unbekannt.

Tatsächlich ergibt die MRT-Diagnostik Fremdmaterial-Einschlüsse links und rechts des Corpus spongiosum – mit Übertritt in das umgebende Weichteilgewebe. Auch das histologisch erkennbare entzündliche Infiltrat mit mehrkernigen Riesenzellen spricht für ein sklerosierendes Lipogranulom durch Fremdkörpereinschluss, schreiben Karl Hempel vom...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.