Komplizierte Trauerstörung bald eigenständige Diagnose im ICD-11

Autor: Dr. Barbara Kreutzkamp

Initial zu trauern ist normal – bedeutet für die Psyche aber Arbeit. © fotolia/Michael Eichhammer

Nach einem schmerzlichen Verlust gleiten rund 10 % der Betroffenen in eine komplizierte Trauerstörung. Sie nehmen kaum mehr am täglichen Leben teil. Eine psychotherapeutische Intervention bei dieser bald eigenständigen ICD-Diagnose kann helfen.

Trauer bedeutet für die Psyche Arbeit. Zu den Aufgaben gehören die Akzeptanz des Verlusts, die sukzessive Bewältigung des Schmerzes und das Hineinwachsen in eine neue Realität. Meistens betrauern Menschen Verstorbene, schreiben Professor Dr. Paul Boelen von der Klinischen Psychologie der Universität Utrecht und Dr. Geert Smid von der Arq Psychotrauma Expert Group in Diemen. Manchmal sind es aber auch eine aufgegebene Heimat und Kultur oder eine auf der Flucht zurückgelassene Familie, eine Scheidung oder ein Arbeitsplatzverlust, die eine komplizierte Trauerreaktion hervorrufen.

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