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Vermeidbares Risiko Kontakt mit Pestiziden kann COPD fördern

Autor: Stefanie Menzel

Im Vergleich zu pestizidnaiven Probanden waren Personen mit langfristiger oder kumulativ hoher Exposition deutlich häufiger von der Lungenerkrankung betroffen. (Agenturfoto) Im Vergleich zu pestizidnaiven Probanden waren Personen mit langfristiger oder kumulativ hoher Exposition deutlich häufiger von der Lungenerkrankung betroffen. (Agenturfoto) © iStock/ljubaphoto
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Pestizide leisten offensichtlich einen erheblichen Beitrag zur Entstehung einer COPD. Wer den Giften beruflich nicht aus dem Weg gehen kann, sollte Vorkehrungen treffen.

Wer beruflich häufig mit Pflanzenschutzmitteln zu tun hat, trägt ein erhöhtes Risiko für COPD. Gefährdet sind auch Menschen, die nie geraucht und nie unter Asthma gelitten haben. So das Ergebnis einer Registerstudie auf Basis der UK-Biobank.

Berücksichtigt wurden Daten von 94.514 Personen, für die eine vollständige Jobhistorie sowie Informationen zu Raucherstatus und Lungenfunktion vorlagen. Eine COPD definierten die Forscher anhand von FEV1/VC-Werten unterhalb des Normbereichs.

Wie sich zeigte, bestand eine positive Korrelation zwischen der Pestizidexposition, die man pauschal für bestimmte Tätigkeiten festgelegt hatte, und COPD: Im Vergleich zu pestizidnaiven Probanden waren Personen mit langfristiger oder kumulativ hoher Exposition deutlich häufiger von der Lungenerkrankung betroffen (Prevalence Ratio 1,13 bzw. 1,32). Die Autoren fordern Maßnahmen, um Beschäftigte in entsprechenden Berufen vor pestizidbedingter COPD zu bewahren.

Quelle: De Matteis S et al. Thorax 2022; DOI: 10.1136/thoraxjnl-2020-216523

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