Kopfläusen gefällt das Gruppen-Selfie

Autor: Dr. Barbara Kreutzkamp

Nach der Behandlung wird man damit auch Nissen (die weißen Eihüllen links im Bild) los. Mit einem Rasterelektronenmikroskop kann man auch die seitlichen Atemöffnungen erkennen (rechts). © Feldmeier H. internistische praxis 2017; 57: 249–262; © Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage GmbH & Co. KG, Kulmbach

Kopflausbefall kommt in den besten Kreisen vor – es reicht bereits ein kurzer Kopf-zu-Kopf-Kontakt für das allseits beliebte Selfie. Therapeutika der Wahl sind topische Dimeticone. Zur Läuse-Eradikation in Gemeinschaftseinrichtungen sollten sie schon bei Kindern mit wahrscheinlichem Befall eingesetzt werden.

Die Pediculosis capitis tritt in Europa überwiegend als „Kleinepidemie“ in einer Familie, im Kindergarten oder einer Schulklasse auf. Bis zu 30 % der Kinder können dann betroffen sein. Die Laus-Übertragung verläuft durch Haar-zu-Haar-Kontakt, eine Infektion über Kopfbedeckungen oder Kleidung ist sehr selten.

Altersgipfel könnte sich durch Selfies verschieben

Das Prävalenzmaximum liegt derzeit zwischen 9 und 10 Jahren, schreibt Professor Dr. Hermann Feldmeier von der Charité Berlin. Möglicherweise verschiebt sich der Altersgipfel aber durch den zunehmenden Kopf-zu-Kopf-Kontakt für ein „Selfie“ in Richtung höheres Lebensalter, mutmaßt der Hygiene-Wissenschaftler mit Blick auf das Verhalten...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.