Kopfprämie führt zu mehr Staat

Autor: khb

Kopfprämien in der GKV – oder eine abgespeckte, modifizierte private Krankenversicherung statt GKV – oder eine Bürgerversicherung für alle: Bei der „Richtungswahl“ am Sonntag stehen auch diese drei Alternativen für eine Gesundheitsreform zur Auswahl. Insbesondere die Unions-Kopfprämie scheint für viele Ärzte ein kleineres Übel zu sein. Tatsächlich aber würde mit diesem Finanzmodell der staatliche Einfluss auf die GKV kontinuierlich wachsen.

„Befürworter von Kopfprämien-Modellen sind auf lange Sicht Anhänger einer de facto steuerfinanzierten gesetzlichen Krankenversicherung“, sagt Professor Dr. Bernd Hof von der International School of Management in Dortmund. Der Wissenschaftler hat untersucht, wohin Einheitsprämien in der GKV mit steuerfinanziertem Sozialausgleich führen würden. Sein Befund: Die Folge wäre letztlich eine Quasi-Verstaatlichung der bisher fast ganz über einkommensbezogene Beiträge finanzierten GKV. Prof. Hof erläuterte die Ergebnisse seiner Untersuchungen bei einer Veranstaltung von GlaxoSmithKline in Berlin.

Steigender Bedarf an Sozialausgleich
Auch die „solidarische Gesundheitsprämie“ der Union öffnet demnach...

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