Krankenkasse schikaniert Krebspatientin

Frage von Dr. Gunthild Dennler,
Ärztin für Frauenheilkunde,
Weida:

Eine Krankenkasse will meine Patientin, die an einem Mammakarzinom erkrankt ist, zu einer Reha zwingen. Anderenfalls werde kein Krankengeld mehr gezahlt. Die Patientin will aber gar keine stationäre Reha. Sie hat eine Operation überstanden. Die nachfolgende Chemotherapie und Radiatio relativ gut toleriert. Sie möchte im Juli wieder arbeiten. Der Arbeitgeber hat ihr eine vorerst leichtere Tätigkeit zugesichert. Das Schreiben der Krankenkasse hat meine Patientin stark getroffen. Neue Ängste sind aufgetreten. Sie fühlt sich in ihrer Familie geborgen und gut unterstützt. Meine Frage an Sie: Wie kann man dieser Patientin helfen?

Antwort von Christine Obermeier,
Fachanwältin für Sozialrecht,
Regensburg:

Bei längerer, krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit und Krankengeldzahlung steht den Krankenkassen ein reichhaltiges Instrumentarium zur Verfügung, den weiteren Leistungsanspruch der/des Versicherten in medizinischer Hinsicht durch den MDK überprüfen zu lassen oder die Leistungspflicht in bestimmten Fällen vorübergehend oder dauerhaft auf andere Sozialversicherungsträger überzuleiten. Die Überleitung der Leistungspflicht auf die Rentenversicherung kann etwa auch dann erfolgen, wenn nicht nur Arbeitsunfähigkeit, sondern eine erhebliche Gefährdung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit vorliegt. Kann diese...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.