Leben in einer rechtshändigen Welt

Autor: Eric Hofstiepel

Als Reginas Eltern merkten, dass ihr Kind Linkshänderin ist, waren sie bestürzt. Lehrer und Ärzte in den 60er-Jahren rieten, die Kleine auf die rechte Hand umzuschulen. Wenn Regina bei Begrüßungen die linke Hand vorstreckte, hörte sie: "Gib uns die gute Hand!" Ihre Tochter Lena ist ebenfalls Linkshänderin. Sie hat heute weniger Probleme. Dennoch muss auch sie mit Vorurteilen und Problemen im Alltag zurechtkommen.

Aber was bedeutet es eigentlich, Linkshänder zu sein? Und handelt es sich bei Linkshändern wirklich um eine Minderheit? Jeder Mensch hat eine angeborene dominante Seite: Entweder es dominiert die rechte oder die linke Hemisphäre des Gehirns. Da sich die Nervenbahnen kreuzen, ist es allerdings die gegenüberliegende Körperseite, die dann vom Menschen "bevorzugt" wird. Fachleute sprechen von lateraler Präferenz. In diesem Sinne gibt es nicht nur eine Linkshändigkeit, sondern auch eine Linksäugigkeit, Linkshörigkeit und Linksfüßigkeit, betont die Berliner Diplom-Psychologin Marina Neumann. Diese Präferenz einer Gehirnhälfte hat keinerlei Auswirkungen auf Intelligenz oder Geschicklichkeit des...

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