Meckel sollte auch bei Zufallsbefund raus

Autor: Dr. med. Angelika Bischoff

Resektion verhindert schwere Komplikationen, typische Divertikel-Symptome gibt es nicht. © fotolia/Kate

Progrediente Bauchschmerzen, Abwehrspannung und spärliche Persistaltik – hinter diesen Beschwerden muss bei Kindern nicht unbedingt eine Appendizitis stecken. Komplikationen eines Meckel-Divertikels tarnen sich gerne als Entzündung oder GI-Blutung und entwickeln sich schnell zum chirugischen Notfall.

Ein 12-jähriger Junge kommt wegen progredienter Bauchschmerzen und wiederholtem Erbrechen in die Klinik. Druckschmerz, Abwehrspannung und spärliche Peristaltik zusammen mit Leukozytose lassen auf ein akutes entzündliches Geschehen wie eine Appendizitis schließen. Sonographisch zeigt sich eine flüssigkeitsgefüllte Struktur im rechten Oberbauch, die sich im MRT als balloniertes Meckel-Divertikel mit entzündlicher Begleitreaktion entpuppt. Ein 8 x 5 cm großes stielgedrehtes, hämorrhagisch infarziertes Divertikel (s. Abb. 1) wird notfallmäßig entfernt.

Derartige Komplikationen, die chir­urgisch behandelt werden müssen, sind über alle Altersklassen verteilt bei 4–6 % der Patienten mit einem...

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