Medikamente bei Älteren ?gründlicher hinterfragen!

Autor: Dr. Anja Braunwarth, Foto: fotolia

Die Gefahr unerwünschter Arzneimittelwirkungen steigt zwar im Alter an. Doch dieser Effekt beruht viel weniger auf der sinkenden Kapazität von Leber oder Nieren. Eine viel größere Rolle spielt die Polymedikation.

"Wenn wir ältere Patienten nach Leitlinien behandeln, bringen wir sie um!" Mit dieser provokanten Aussage brachte Dr. Oliver Emrich, Allgemeinmediziner aus Ludwigshafen, seine Einschätzung zur Medikation im Alter auf den Punkt. Natürlich gibt es physiologische Alterungsprozesse der Organe, die Pharmakodynamik und -kinetik von Medikamenten verändern.

Beispielsweise sinkt das Nierenvolumen und die Exkretionsleistung geht zurück. Die Leber schrumpft um etwa 40 %, ihre Durchblutung nimmt ab. Aber diese Veränderungen haben offenbar gar nicht so viel Einfluss auf die Stoffwechselfunktion. Eine kürzlich erstellte Dissertation fand z.B. keinen relevanten Rückgang hepatischer CYP-Aktivitäten.

Laut...

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