Medikamente und Wundauflagen als Ulkusursache in Betracht ziehen

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Bei einem Ulcus cruris sollte gezielt nach Wundauflagen und Medikamenten gefragt werden. Bei einem Ulcus cruris sollte gezielt nach Wundauflagen und Medikamenten gefragt werden. © iStock/Besiki Kavtaradze

Patienten mit Ulcus cruris sollte man bei der Anamnese auch gezielt nach Medikamenten und Wundauflagen fragen. Denn Nebenwirkungen und Allergien können Beingeschwüre auslösen oder verschlimmern.

Medikamentenbedingte Ulzera beruhen auf immunologischen oder toxischen Reaktionen. Ein bekannter Auslöser ist Hydroxyurea, ein zytotoxischer Wirkstoff, der zur Therapie hämatologischer Erkrankungen genutzt wird. Vermutlich kommt es bei langfristiger Einnahme des Hydroxyharnstoffs zu einer megaloblastären Erythrozytose mit Hyperviskosität, die die Mikrozirkulation in der Haut stört. Zudem schädigt das Medikament die basalen Keratinozyten.

Eine typische Folge sind scharf begrenzte und hoch schmerzhafte Ulzera an den Knöcheln, umgeben von einer Atrophie blanche. Die Geschwüre bestehen häufig noch Jahre nach dem Ende der Hydroxyharnstoff-Therapie, schreiben Dr. Janine Knupfer und ihre...

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