Mehr Östrogen geben?

Frage von Dr. Peter F. Jürgens,
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Hagen:

Bei einer 56-jährigen Patientin erfolgte vor vier Jahren eine Hysterektomie mit Adnexektomie. Wegen klimakterischer Beschwerden wurde sie zunächst mit Estradiol transdermal substituiert, seit drei Monaten nimmt sie Tibolon. Trotz Hormonersatztherapie leidet die Patientin weiterhin unter Hitzewallungen. Welche Substitutionstherapie sollte man wählen?

Antwort von Professor Dr.
Winfried G. Rossmanith,
Frauenklinik des Diakonissenkrankenhauses,
Karlsruhe:

Das Nachlassen der endogenen Östrogenbildung zieht auch Funktionsstörungen des ZNS nach sich. Hitzewallungen sind hypothalamischen Ursprungs. Auf Grund der niedrigen Östradiol-Serumspiegel kommt es zu Störungen in der Neurotransmitteraktivität und zu Veränderungen des Sollwertes der Kerntemperatur des Körpers.

Der Organismus passt sich an den neuen Sollwert durch Vasodilatation mit vermehrter Wärmeabgabe an, was subjektiv als Hitzewallung empfunden wird. Die Symptomatik der Hitzewallungen ist umso ausgeprägter, je niedriger die Östradiol-Serumspiegel liegen.

Zwar ist der Eintritt des...

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