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Chronisch-entzündliche Darm­erkrankung Mit Gelbwurz zu mehr Remissionen und Lebensqualität

Autor: Maria Weiß

Die Ergebnisse zeigten, dass CED-Patienten von dem gelben Gewürz profitieren. Die Ergebnisse zeigten, dass CED-Patienten von dem gelben Gewürz profitieren. © iStock/Sonja Rachbauer
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Hilft Kurkuma bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen? Dieser Frage haben sich Wissenschaftler gewidmet und Studien zu dem Thema zusammengetragen.

Einiges weist darauf hin, dass Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) von antioxidativ wirksamen Nahrungsergänzungsmitteln profitieren können. Kurkuma scheint ein besonders aussichtsreicher Kandidat zu sein, wie eine aktuelle Metaanalyse über sieben Studien zeigen konnte.

Kurkuma verbessert Therapieansprechen

In den Arbeiten war über 4 bis 24 Wochen die Gabe von Kurkuma mit Placebo verglichen worden. Die Teilnehmerzahl lag in allen Studien unter 100. Fünf waren bei Patienten mit Colitis ulcerosa und zwei bei solchen mit Morbus Crohn durchgeführt worden. Kurkuma wurde in Form von Kapseln angewandt, die Dosierung lag zwischen 100 und 3.000 mg/d.

Die Ergebnisse zeigten, dass CED-Patienten von dem gelben Gewürz profitieren. So kam es zu einem signifikanten Anstieg von klinischen Remissionen mit Symptomrückgang. Auch endoskopische Remissionen wurden im Vergleich zur Kontrollgruppe vermehrt beobachtet. Unter der Supplementation sprachen die Patienten zudem besser auf die Therapie an, in einer Studie kam es zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität.

Auch für weitere Antioxidanzien wie Resveratrol und andere Polyphenole wurden in kontrollierten Studien bereits positive Effekte bei CED beobachtet. Größere Studien müssen zukünftig zeigen, wer von welchen Substanzen und Dosierungen besonders profitiert, so die Autoren.

Quelle: Shahinfar H et al. Complement Ther Med 2021; 63: 102787; DOI: 10.1016/j.ctim.2021.102787

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