Mit Sonnencreme sinkt das Melanomrisiko bei Jüngeren um 40 %

Autor: Dr. Barbara Kreutzkamp

Wer schon im Kindes- und Jugendalter auf einen ausreichenden Sonnenschutz achtet, der hat auch langfristig etwas davon. © fotolia/olga pink

An Hautkrebs erkranken immer mehr Menschen unter 40 Jahren. Dass dafür auch der mangelhafte Sonnenschutz in jungen Jahren verantwortlich sein dürfte, zeigt eine Untersuchung aus Australien.

Häufige und intensive Sonnenexposition vor allem bei Kindern steigert das Melanomrisiko. Studien zeigen, dass sich mit ausreichendem, hauttypangepasstem Sonnenschutz das Lebenszeitrisiko für schwarzen Hautkrebs verringern lässt. Zwischen verschiedenen Lebensaltern wurde bisher nicht unterschieden.

Frauen nutzen den UV-Schutz eher als Männer

Eine australische Fall-Kontrolluntersuchung belegt nun, dass der regelmäßige Einsatz von Sonnencreme im Kinder-, Jugend- und jungen Erwachsenenalter das Melanomrisiko schon für die unter 40-Jährigen reduziert. Die Wissenschaftler hatten die Daten von 603 Melanompatienten im Alter zwischen 18 und 39 Jahren ausgewertet und mit denen von 1088 Kontrollpersonen ver­glichen. Die Angaben zum Sonnenschutz und zu Sonnenexpositionen stammten von den Teilnehmern selbst sowie von ihren Eltern.

Die meisten Teilnehmer waren nord- und mitteleuropäischer Herkunft und damit hellhäutig. Der häufige Gebrauch von Sonnenschutzmitteln brachte demnach das Melanomrisiko um 40 % nach unten, verglichen mit denjenigen, die sich nur selten einschmierten, wenn sie in die Sonne gingen. Bei Personen, bei denen schon in jungem Lebensalter ein Melanom diagnostiziert worden war oder die zu schwerem Sonnenbrand neigten, war der Zusammenhang besonders deutlich, ebenso bei denjenigen mit vielen Nävi. Dagegen hatte die kumulative Sonnenexposition keinen Einfluss auf die Krebsgefahr. Zudem zeigte sich, dass Frauen eher Sonnencreme auftragen als Männer.

Quelle: Watts CG et al. JAMA Dermatol 2018; online first