Müssen wir sie übernehmen?

Frage von Gemeinschaftspraxis Dres.
W. Link und H. Raith,
Fachärzte f. Kinderheilkunde,
Hildesheim:

Unsere Auszubildende wird im Sommer des Jahres ihre Abschlussprüfung ablegen. Wir haben ihr mündlich mitgeteilt, dass eine Weiterbeschäftigung danach nicht möglich ist. Einige Wochen später teilte sie uns mit, dass sie jetzt schwanger ist. Wie ist die Rechtslage? Sind wir nun doch verpflichtet, sie nach dem Ausbildungsende zu übernehmen?

Antwort von Dr. Edgar Weiler,
Rechtsanwalt,
Bad Schwalbach:

Der Ausbildungsvertrag wird befristet für die Zeit des Ausbildungsverhältnisses abgeschlossen. Anders als bei unbefristeten Arbeitsverträgen bedarf es also nach Beendigung der Ausbildungszeit keiner Kündigung. Das Arbeitsverhältnis endet deshalb automatisch mit Ablauf der im Ausbildungsvertrag genannten Zeit. Hieran ändert auch die zwischenzeitlich eingetretene Schwangerschaft nichts. Das Kündigungsverbot nach § 9 des Mutterschutzgesetzes greift schon deshalb nicht, weil es zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses hier keiner Kündigung bedarf. Die eingetretene Schwangerschaft gibt per se keinen Anspruch auf Übernahme. Das...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.