Muss ich für dieses Datenchaos blechen?

Frage von Dr. Manfred Heinz,
Internist, Arzt für Allgemeinmedizin,
Waldmohr:

Auf Grund eines Wechsels bei meinem EDV-System habe ich für 499xa0DM eine Diskette für den BDT-Transfer beim "alten" EDV-Anbieter gekauft. Der Datentransfer schlug fehl, fortan fehlten alle in der Praxis eingegebenen Befunde, wie BSG, Sonographie-Berichte, Briefe und Medikamenten-Pläne. Auf mein Drängen hin führte der Anbieter zunächst probeweise, dann endgültig einen weiteren BDT-Transfer durch. Resultat: Diagnosen, Leistungsziffern, Medikamente und Fremdlaborwerte wurden korrekt transferiert, weitere Befunde und Werte erschienen jedoch nur als Kopfzeile, als Erinnerung daran, was uns seitdem fehlt. Kostenpunkt: Noch einmal 1300xa0DM. Muss ich denn für den gelieferten Schrott tatsächlich auch noch blechen?

Antwort von Jörg Garritzmann,
unabhängiger EDV-Systemberater mit dem Schwerpunkt Arztpraxen,
Steinfurt:

Ob der Arzt für eine am Ende unbrauchbare Datenkonvertierung bezahlen muss, hängt letztendlich davon ab, wie präzise der Auftrag zur Datenkonvertierung formuliert wurde und ob dieses auch belegbar ist. Bei einem Telefonat fällt das beispielsweise schwer. Darüber hinaus: Selbst wenn der Arzt bei der Konvertierung auf einem Werkvertrag im juristischen Sinne bestehen würde (Gegenstand des Vertrages wäre mängelfreie Datenkonvertierung) - darauf wird sich ein Händler normalerweise gar nicht einlassen, weil es viel zu viele Unwägbarkeiten gibt, die gar nicht in seinem Einflussbereich liegen.

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