Neisserien-Beimpfung verhindert Meningitis

Autor: Dr. Anja Braunwarth; Foto: thinkstock

Meningokokken siedeln bei vielen Menschen im Rachenraum. Mit harmlosen Verwandten kann man sie verdrängen. Bietet eine gezielte Infektion so Schutz vor Meningitis?

Epidemiologisch besteht eine inverse Assoziation zwischen der Besiedlung mit Neisseria (N.) lactamica und Meningokokkeninfektionen. Von dieser Grundlage ausgehend, haben britische Forscher nun an 310 Studenten geprüft, was eine nasale Inokulation dieser Bakterien bewirkt.

Randomisiert erhielten die Probanden nasal 104 koloniebildende Einheiten von N. lactamica oder eine Schein-Inokulation. Initial waren 22,4 % der Teilnehmer mit N. meningitidis im Rachen besiedelt, der Anteil stieg in der Kontrollgruppe innerhalb von 26 Wochen auf 33,6 % an.

Verdrängung oder angeborene Immunantwort?

Bei einem Drittel der Verum-Probanden nisteten sich die harmlosen Neisserien ein, in diesem Kollektiv...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.