Neues Antidiabetikum bereichert die Therapie

Autor: Christine Vetter

Nach Jahren gibt es hierzulande erstmals wieder ein neues Therapieprinzip zur Behandlung des Typ 2 Diabetes: Mit dem Inkretin-Mimetikum Exenatide wurde ein Arzneimittel zugelassen, das die Wirkung von GLP-1 nachahmt und somit eine physiologische und selbstregulierende Blutzuckerkontrolle vermittelt. Das neue Antidiabetikum, das quasi Mutter Natur auf die Finger schaut, ist nach dem Expertenurteil eine wertvolle Bereicherung der Diabetestherapie.

Dem Speichel einer amerikanischen Echse ist ein neues Antidiabetikum zu verdanken, das derzeit Aufsehen in der medizinischen Welt erregt. Denn mit Exenatide rückt ein lang ersehntes Ziel der Diabetologen in greifbare Nähe: Die Sub­stanz ahmt die Wirkung des Inkretins GLP-1 (Glucagon-like Peptide-1) nach, das nach Nahrungsaufnahme ausgeschüttet wird und die Insulinsekretion in den Betazellen des Pankreas stimuliert. Gleichzeitig unterdrückt GLP-1 die Glukagonsekretion aus dem Pankreas und reduziert so die Glukoneogenese in der Leber.1

„Exenatide imitiert diese Wirkung“ betonte Professor Dr. Oliver Schnell, München: „Es wirkt ebenso wie  GLP-1 streng glukoseabhängig und hat bei normalen...

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