Neurologisches Koma - Leben retten mit einer Spritze

Autor: Dr. Carola Gessner, Fotos: Dr. Olaf Eberhardt, München

Bei unklarer Bewusstseinsstörung mit Fieber nicht auf MRT warten. Ein Virustatikum auf Verdacht zu spritzen, könnte den Patienten retten.

Es gibt eine Faustregel, um ein neurologisch verursachtes Koma klinisch zu identifizieren: das Vorhandensein von

• lateralisierenden Zeichen und/oder
• Hirnstammzeichen und/oder
• eines Meningismus und/oder
• eines Anfallsmusters.

Im tiefen Koma kann allerdings der Meningismus fehlen, berichtete Dr. Olaf Eberhardt von der Klinik für Neurologie im Städtischen Klinikum München Bogenhausen beim Internistenkongress. Eine Bewusstseinsstörung ohne die genannten Zeichen kann aber bei nonkonvulsivem Status epilepticus bzw. im postiktalen Zustand bestehen, ferner bei Raumforderungen mit sehr langsamer Zunahme oder einer bilateralen Thalamusläsion.

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