Off-label-Use von Neuroleptika: Sinnvoll oder doch gefährlich?

Autor: Manuela Arand

Off-label-Use ist in der Psychopharmakotherapie an der Tagesordnung: Da werden Medikamente nicht nur außerhalb ihrer zugelassenen Indikation verordnet, sondern auch in Dosierungen und Kombinationen, die nie in Studien geprüft, geschweige denn behördlich sanktioniert wurden.

Was Patienten mit bipolaren Störungen so alles erhalten, verdeutlichte Privatdozent Dr. Claus Normann von der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg anhand des Entlassungsbriefs eines Patienten: Neben Venlafaxin und Lithium wurden auch Aripiprazol und Olanzapin genannt sowie eine Abenddosis Quetiapin – Letztere aber nicht, wie von der Zulassung gedeckt, zur Phasenprophylaxe, sondern gegen die Schlafstörungen des Patienten.


Die Zulassungssituation bei den Neuroleptika der zweiten Generation ist unübersichtlich, meinte der Kollege. Bei der akuten Manie gibt es relativ wenig Probleme, weil praktisch alle Wirkstoffe, teils mit gewissen Einschränkungen,...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.