Pestwurz gegen Migräne

Frage von Dr. Henning Fischer,
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Herford:

Eine Patientin bat mich, ihr zur Migräneprophylaxe Pestwurz zu rezeptieren. Leider ist mir der Wirkmechanismus dieser pflanzlichen Behandlung nicht geläufig. Welchen Sinn macht eine derartige Therapie?

Antwort von Dr. Volker Pfaffenrath,
Arzt für Neurologie,
München:

Pestwurz-Extrakt (Petadolexxae) wird vom Hersteller zur Migräneprophylaxe empfohlen. Im ersten Behandlungsmonat sollen zweimal drei Kapseln, in den darauffolgenden fünf Monaten zweimal zwei Kapseln eingenommen werden. Dies ergibt Tagestherapiekosten von 1,25 bis 1,89xa0Euro.

In der internationalen Literatur zur Migränebehandlung wird Pestwurzextrakt nicht berücksichtigt. Toxische, im Tierversuch kanzerogene Pyrrolizidinalkaloide haben die Pestwurz als Arzneidroge in Verruf gebracht, sollen nach Angaben des Herstellers aber nicht nachweisbar sein.

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