Pfizer will zuzahlungsbefreiten Patienten Aufzahlungen zurückerstatten

Autor: khb

Erstmals will ein Pharmaunternehmen in Deutschland von Krankenkassen-Festbeträgen gebeutelte Patienten finanziell entschädigen. Das kündigte der Chef von Pfizer Deutschland, Walter Köbele, diesen Montag in Berlin an. Hintergrund der Initiative: Atorvastatin (Sortis®), das weltweit und in Deutschland meistverordnete Statin, ist ab 1. Januar 2005 in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht mehr voll erstattungsfähig. Der Grund: An diesem Tag treten die neuen Einheits-Festbeträge für alle patentfreien und noch patentgeschützten Statine als GKV-Erstattungsobergrenzen in Kraft.

Bezogen auf Atorvastatin liegt dieser Festbetrag nach Angaben des Herstellers je nach Wirkstoffmenge und Packungsgröße durchschnittlich 38 % unter dem aktuellen Abgabepreis. Pfizer sieht sich außerstande, den Preis auf Festbetrag zu senken. Zwangsläufige Folge: GKV-Patienten, die (weiterhin) in den Genuss von Sortis® kommen wollen - in diesem Jahr rund 1,5 Mio. gesetzlich Versicherte -, müssen im nächsten Jahr die Differenz zwischen Festbetrag und Apothekenabgabepreis aus eigener Tasche berappen. Zusätzlich zur normalen Arzneizuzahlung in Höhe von maximal 10 Euro je Packung beträgt dieser "Festbetragsaufschlag" für Atorvastatin laut Pfizer zwischen 30 Euro für eine Packung mit 50 Tabletten...

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