Pränatale Gendiagnostik ethisch verwerflich?

Autor: CG

Schwerste Fehlbildungen erkennen, Erbkrankheiten wie Chorea Huntington feststellen, aber auch die Frage „Junge oder Mädchen“ klären: All dies macht pränatale Gendiagnostik möglich. Doch was davon ist ethisch vertretbar?

Es klafft eine riesige Lücke zwischen den diagnostischen Möglichkeiten in der Humangenetik und dem therapeutisch Machbaren bei nachgewiesenem Gendefekt. Nur in seltenen Fällen folgt aus der pränatalen Diagnostik eine konkrete Therapie im Interesse des ungeborenen Kindes. Ein typisches Beispiel ist das adrenogenitale Syndrom: Erhält die Mutter eine Kortikoid-Medikation, lässt sich die Virilisierung eines weiblichen Fetus vermeiden. Hier erübrigt sich jede ethische Diskussion, meint Professor Dr. Wolfram Henn vom Institut für Humangenetik der Universität Homburg/Saar.

Indikationsliste für <forced-line-break />Abbruch gibt’s nicht

Unumstritten ist der Stellenwert der pränatalen Diagnostik auch...

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